Bezirk Berlin-Brandenburg

Die Amnesty-Gruppen und -Mitglieder einer bestimmten Region organisieren sich in einem Bezirk. Die Bezirke vertreten die gemeinsamen Interessen ihrer Mitglieder und Gruppen und nehmen weitere Aufgaben wahr, die über den Rahmen einer Gruppe hinausgehen. Der Bezirk Berlin-Brandenburg gehört zu einem von fünf Bezirken in der Region Ost und ist der größte Bezirk innerhalb der deutschen Sektion von Amnesty International. Hierbei wird der Bezirk durch die Mitarbeit der größtenteils ehrenamtlichen Mitgliedern gestaltet. Es bieten sich viele Möglichkeiten für eine aktive Mitarbeit, entweder kontinuierlich in einer unserer Gruppen, im Bezirksteam und/oder zu bestimmten Aktionen.

Teilnahme bei Unteilbar-Demo 2020 in Zeiten von Corona

Teilnahme des Bezirks am Band der Solidarität bei der Unteilbar-Demo 2020. (Amnesty-BB, 2020)

Unser Bezirk beschäftigt sich mit vielen verschiedenen Themen, wie dem Kampf gegen Folter und die Todesstrafe, gegen Menschenrechtsverletzungen an Frauen oder aufgrund der sexuellen Orientierung. Der Schutz der Menschenrechte in allen Teilen der Welt ist unser Anliegen, wie in Lateinamerika, Russland, der Türkei, Ägypten oder dem französisch-sprachigen Afrika. Darüber hinaus beschäftigen wir uns auch mit Menschenrechtsverletzungen in Deutschland, hier in erster Linie mit den Rechten von Flüchtlingen.

Die Gruppen bilden das Fundament des Bezirks. In ihnen findet der größte Teil unserer Arbeit statt. Insgesamt gibt es in Berlin und Brandenburg über dreißig Gruppen mit diversen geographischen und thematischen Schwerpunkten. Die Gruppen treffen sich regelmäßig an verschiedenen Orten in Berlin und Brandenburg und verfügen über Größen von einer Handvoll bis zu einigen Dutzend Mitglieder. Dort wird sich über die Menschenrechtssituation in der Schwerpunkt-Region und/oder zum aktuellen Thema der Gruppe ausgetauscht, öffentlichkeitswirksame Aktionen zur Verbesserung der Menschenrechte gestaltet, Maßnahmen zum Sammeln von Spenden durchgeführt oder sich an Veranstaltungen des Bezirks oder der Sektion beteiligt.

Neben den Gruppen gibt es noch die Arbeit im Bezirk mit einem eigenen demokratisch gewählten Bezirksteam und mehreren Arbeitskreisen. Dabei besteht die Hauptaufgabe darin, die Gruppen in ihrer Arbeit zu unterstützen. Dies tut der Bezirk durch:

  • die Förderung des Austauschs zwischen den Gruppen
  • die Bereitstellung von Aktionsmaterial und Räumen
  • die Vermittlung von Menschenrechtswissen (Hinweis auf den AK)
  • die Vernetzung mit anderen Menschenrechtsorganisationen
  • und die Vertretung der Interessen des Bezirks innerhalb der deutschen Sektion von Amnesty International

Da Amnesty ein basisdemokratischer Verein ist, nehmen Diskussionen über aktuelle inhaltliche Schwerpunkte des Vereins, die Verbesserung seiner Organisationsstruktur oder über geeignete Strategien zur Sammlung von Spendengeldern viel Raum ein. Alle Vorschläge werden ausführlich diskutiert und demokratisch beschlossen. Im Bezirk trifft sich die Bezirksversammlung viermal jährlich. Diese wirkt als höchstes Beschlussorgan des Bezirks und bietet jedem Mitglied die Möglichkeit zur Diskussion und zur Mitentscheidung.

Schließlich gibt es zahlreiche Förderer*innen im Bezirk, die uns mit regelmäßigen Spenden unterstützen und so einen unerlässlichen Beitrag für unsere Arbeit leisten. Unsere Arbeit und die Teilnahme an Kampagnen für den Schutz der MR gründet sich auf umfangreiche und kostspieligen Recherchen.

Die Hauptstadt Berlin ermöglicht dem Bezirk gelungene öffentlichkeitswirksame Aktionen. So finden regelmäßig Demonstrationen und Mahnwachen auf zentralen Plätzen, bei Staatsbesuchen oder vor den Botschaften menschenrechtsverletzender Staaten statt. Einige Beispiele dafür sind Proteste gegen sexuelle Gewalt an ägyptischen Frauen, gegen staatliche Eingriffe in das Recht auf Privatsphäre und die exzessive Überwachung des Internets, gegen das US-Gefangenenlager auf Guantanamo Bay oder die Verfolgung von Homosexuellen in einigen afrikanischen Staaten. Auch in aktuellen Zeiten der Pandemie hört Amnesty International nicht auf sich für die Wahrung der Menschenrechte einzusetzen, sondern ist sich über seine Verantwortung bewusst gerade jetzt für die Einhaltung der Menschenrechte zu kämpfen. Dies geschieht selbstverständlich unter Einhaltung der derzeitigen Hygiene- und Abstandsregelungen.

Das Büro des Bezirks befindet sich im Haus der Demokratie und Menschenrechte in der Greifswalder Str. 4 in Berlin, an dessen Gestaltung und Weiterentwicklung wir uns aktiv beteiligen: Das Haus vereint über fünfzig zivilgesellschaftliche Organisationen, die sich für demokratische Teilhabe, für Menschenrechte oder für den Schutz der Umwelt einsetzen.

Die weltweite Verwirklichung aller Menschenrechte, die sich in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, finden, ist unser übergreifendes Ziel. Vielfältige Aktivitäten sind zur Erreichung des Zieles erforderlich:

  • das Spenden von Geld oder Zeit,
  • die Arbeit zu verschiedenen Menschenrechtsthemen und Ländern
  • und die Arbeit in unterschiedlichen Aktions- und Veranstaltungsformen.

Wir freuen uns immer über neue Mitstreiter*innen, die ein Teil der weltweit größten Menschenrechtsbewegung werden möchten! Also schaut vorbei!

8. November 2020