Staatsräsonfunk Lesung mit Fabian Goldmann; 17. Mai 2026 um 18 Uhr im Biergarten Jockel

Am Sonntag, den 17. Mai 2026 um 18 Uhr liest Fabian Goldmann für euch aus seinem Buch „Staatsräsonfunk“ im Biergarten Jockel (Ratiborstr. 14c in Berlin-Kreuzberg).

Die Lesung ist kostenlos und findet in der Veranstaltungshalle des Biergartens statt.

Bitte klickt euch ein Ticket über eveeno.

Wenn deutsche Medien über Palästina-Solidarität berichten, folgt oft schon nach wenigen Absätzen der Antisemitismus-Vorwurf. Gleichzeitig kritisieren internationale Organisationen wie der UN- und EU-Menschenrechtsrat sowohl diese Diskursverschiebung, als auch die teils massive Polizeigewalt gegen Palästina-solidarische Demonstrierende. Über 25 Menschenrechts- und humanitäre Organisationen sprechen inzwischen von einem Genozid in Gaza.

Während sich die Ereignisse in Gaza in sozialen Medien weltweit in Echtzeit dokumentieren, finden diese Perspektiven in den deutschen „Leitmedien“ kaum vergleichbaren Raum. Wer sie dennoch öffentlich anspricht, sieht sich nicht selten mit dem Vorwurf des Antisemitismus konfrontiert.

Wie konnte es zu dieser Diskrepanz kommen? Welche medialen Muster und Narrative prägen die Berichterstattung? Was bedeutet das für eine offene Debattenkultur? Und, was lässt sich dagegen unternehmen?

Um diese und andere Fragen zu diskutieren, haben wir Fabian Goldmann zu einer Lesung eingeladen.

Wir freuen uns auf euch und eure Fragen.

Zum Buch Staatsräsonfunk

Im Februar 2026 erschien Fabian Goldmanns Buch „Staatsräsonfunk“ im Manifest Verlag.

Israels Krieg im Nahen Osten gilt in vielerlei Hinsicht als der verheerendste des 21. Jahrhunderts: ermöglicht durch Bomben, Blockaden und eine beispiellose mediale Unterstützung. Wie in kaum einem anderen Land haben Medien in Deutschland nach dem 7. Oktober 2023 die tödliche Realität in der Region verharmlost, gerechtfertigt oder gleich ganz verschwiegen. Welche Methoden Tagesschau, BILD, Spiegel, taz und Co. dabei angewandt haben und wie aus gut ausgebildeten Journalist*innen Propagandist*innen eines Genozids werden konnten, zeigt diese Untersuchung. Anhand eigens erhobener Daten und sorgsamer Recherchen liefert das Buch die Anatomie eines Systemversagens irgendwo zwischen Stereotypen, Selbstzensur und Staatsräson.

Fabian Goldmann

Der Autor: Fabian Goldmann

Als Journalist hat Fabian Goldmann aus dem und über den Nahen Osten berichtet, als Islamwissenschaftler die Wirkung orientalistischer und rassistischer Weltbilder untersucht und als Medienkritiker stereotype und diskriminierende Berichterstattung offengelegt. Mit diesem Buch bringt er all das zusammen.

Folgt Fabian Goldmann auf Insta, wenn Ihr mehr von ihm wissen wollt.

Wenn Ihr neugierig seid, und Fabian schon vorab hören wollt, empfehlen wir euch diesen Podcast von dis:orient.

Wichtige Hinweise

Der Veranstaltungsort ist nicht barrierefrei. Getränke und Co gibt es vor Ort und auch ein Büchertisch wartet auf euch.