Urgent Actions

Urgent Actions schreiben

"Urgent Actions", Eilaktionen, sind das wirksamste Instrument, das Amnesty International für Menschen in Gefahr hat.

Die Information über einen dringlichen Fall von Menschenverletzung wird vom Londoner Internationalen Sekretariat recherchiert und anschließend bekannt gemacht. Innerhalb weniger Stunden tritt ein Netzwerk von 75.000 Freiwilligen in 85 Ländern in Aktion. Nach den Informationen des Internationalen Sekretariats werden "Urgent Actions" in Form von dringlichen Briefen formuliert und an die zuständigen Ansprechpartner geschickt, seinen es Behörden, Staatsoberhäupter oder Religionsführer.

Diese Appelle enthalten eine präzise und sachliche Beschreibung des Vorfalls, Hinweise auf eventuell verletzte Rechte und Abkommen und die Forderungen von Amnesty International im jeweiligen Fall. Ziel ist es, mit diesen Appellen aus aller Welt die zuständigen Behörden über die Bekanntheit des Falles zu informieren und sie zu einer Änderung ihres Verhaltens zu bewegen.

Die Stärke dieser Aktionsform besteht in ihrer Schnelligkeit. Sie wird immer dann angewendet, wenn unverzüglich und massiv reagiert werden muss, beispielsweise in Fällen von Folter, lebensgefährlichen Haftbedingungen, drohender Hinrichtung oder dem 'Verschwinden' von Gefangenen.

Wie eingangs beschrieben ist dieses Vorgehen sehr effektiv: 2003 etwa wurden insgesamt 811 Eilaktionen initiiert. Davon haben über 40% zu positiven Resultaten geführt, d.h. zu Freilassungen, Hafterleichterungen, Umwandlungen von Todesurteilen, 'Auftauchen' von zuvor 'Verschwundenen' oder Anklagen gegen für Menschenrechtsverletzungen Verantwortliche, die zuvor unterlassen worden waren.

Weitere Infos und aktuelle Urgent Actions finden Sie auf www.amnesty.de.


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