Gewaltsames Verschwindenlassen von Menschen in Mexiko und weltweit

Zwei Ausstellungen in Berlin

Wolfgang Grenz, Mexiko- und Zentralamerika-Kogruppe

Es waren unvorhergesehene Umstände, die im Juli 2017 dazu führten, dass zwei thematisch benachbarte Ausstellungen zeitgleich in der Galerie Neurotitan im Haus Schwarzenberg in Berlin zu sehen waren (vom 11. bis 22. Juli 2017), die Kunstausstellung „Huellas de la Memoria“ (Spuren der Erinnerung) des mexikanischen Bildhauers Alfredo López Casanova und die neue Wanderausstellung „Wo sind sie? Kein Mensch verschwindet spurlos“, erarbeitet von der Mexiko- und Zentralamerika-Koordinationsgruppe von Amnesty International.

HuellasdeMemoria(Foto: Fabian Lischkowitz, Rolando González und Wolfgang Grenz)In beiden Fällen ging es um das Verbrechen des gewaltsamen Verschwindenlassens von Menschen, das in Mexiko seit Jahren tausendfach begangen wird.  Die Eröffnung am 11. Juli 2017 fand im Beisein des Bildhauers Alfredo López und Mathias John, Amnesty-Vorstandsmitglied für Länder- und Themenarbeit, statt.

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Freiheit 4.0 – Rettet die Grundrechte!

Auch in Deutschland müssen wir uns akut für das Recht auf Privatsphäre und unsere Freiheit einsetzen. In diesem Jahr tritt unter anderem die Vorratsdatenspeicherung in Deutschland in Kraft und die Ausweitung des Einsatzes des Staatstrojaners wurde im Bundestag beschlossen. Amnesty International fordert eine Politik, die Sicherheit fördert ohne Menschenrechte immer weiter auszuhöhlen.  Wir organisieren deshalb am Samstag, den 9. September, bei der Demonstration „Freiheit 4.0“ einen Stand und einen Demozug mit Musik-Wagen.

Wir rufen alle Mitglieder, Unterstützerinnen und Unterstützer auf, an der Demonstration teilzunehmen.

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Christopher Street Day 2017 – Queeramnesty Berlin war dabei

Knapp 60 Wagen zogen in Begleitung von circa 400.000 Menschen am 22.07.2017 vom Ku'damm an der Siegessäule vorbei zum Brandenburger Tor. Queeramnesty Berlin gab dabei mit einem eigenen Wagen lesbischen, schwulen, bisexuellen, transgeschlechtlichen, intersexuellen und queeren (LGBTIQ) Menschen eine Stimme. An der politisch geprägten Spitze des Demonstrationszuges bot Queeramnesty Berlin unter dem Motto „Homophobie tötet, Rassismus auch“ mit einem selbst erbauten „Gefängnis“ auf der Wagenladefläche eine Plattform für Künstler aus verschiedenen Ländern, die eine Performance zum Thema Haft aufführten.Queeramnesty Demo2 web

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Menschenrechtsaktivisten in der Türkei freilassen!

"Das Unterstützen von Menschenrechtsverteidigern und ihren Organisationen ist kein Verbrechen, sondern ein Recht."
Peter Steudtner, Trainer, Fotograf und Dokumentarfilmer, 8. Juli 2017, Polizeipräsidium Vatan-Straße, Istanbul

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Zehn Menschenrechtlerinnen und -rechtler wurden am 5. Juli 2017 während eines Workshops in der Türkei festgenommen. Sie werden der "Unterstützung einer bewaffneten terroristischen Organisation" beschuldigt. Die Vorwürfe sind absurd und entbehren jeglicher Grundlage.

Am 17. Juli fand eine Mahnwache vor der türkischen Botschaft in Berlin statt, um die Freilassung von İdil Eser, Taner Kılıç und allen anderen unrechtmäßig inhaftierten Medienschaffenden zu fordern. Die Inhaftierungen sind Teil einer Kampagne der Regierung Erdoğan gegen kritische Stimmen in der Türkei. In keinem Land der Welt sitzen derzeit mehr Journalistinnen und Journalisten im Gefängnis.

Bilder der letzten Aktion vor der türkischen Botschaft.

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#FreeTaner: Solidaritätsaktion für Taner Kılıç in Berlin

Amnesty hat mit weltweiten Protestaktionen die Freilassung des türkischen Amnesty-Vorstands Taner Kılıç gefordert. Auch vor der türkischen Botschaft in Berlin versammelten sich am 15. Juni mehr als 40 Aktivist_innen. Die Botschaft: „Free Taner Kılıç!“

Freiheit für Taner Kılıç

Regierungen, Sicherheitskräfte, Wirtschaftsunternehmen und bewaffnete Gruppen auf der ganzen Welt versuchen unliebsame, kritische Stimmen mundtot zu machen, indem sie zu Drohungen, willkürlichen Festnahmen, Entführungen, Folter oder extralegalen Tötungen greifen. Aktivist_innen, die Menschenrechte in ihren Gemeinden und Gesellschaften fördern und schützen, sind zurzeit besonders gefährdet.

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