Podiumsdiskussion Stop Folter

Podiumsdiskussion

Ziemlich beste Freunde?

Deutschland. Wirtschaft. Folterstaaten.

Humboldt-Uni, Unter den Linden 6, Kinosaal

Welche Möglichkeiten hätte die Außenpolitik, um ein weltweites Folterverbot zu fördern? Bietet die Zusammenarbeit mit Folterstaaten Chancen für die Menschenrechte? Es diskutieren:

 

 

 

 

Ines Pohl

"Ich bin nicht Ihrer Meinung, aber ich werde mich vehement dafür einsetzen, dass Sie sie äußern dürfen." (René Descartes)

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Ines Pohl (Jahrgang 1967) ist seit Juli 2009 Chefredakteurin der taz. Bevor sie als politische Korrespondentin für die Mediengruppe Ippen in Berlin arbeitete, leitete sie das politische Ressort der "Hessischen/Niedersächsischen Allgemeinen". 2004/2005 war sie als Stipendiatin der Nieman Foundation for Journalism für ein Jahr an der University of Harvard. Die gebürtige Mutlangerin machte ihren Magister in Skandinavistik und Germanistik an der Uni Göttingen, an der sie nach Studienende für zwei Jahre als Frauenbeauftragte arbeitete. Den Weg in den Journalismus fand sie über die freie Mitarbeit bei Radio ffn und Lokalzeitungen. Seit 2010 ist Ines Pohl Mitglied im Kuratorium der NGO „Reporter ohne Grenzen“; seit 2013 Mitglied im Kuratorium der International Journalists‘ Programmes (IJP e. V.). Außerdem ist sie Herausgeberin der Bücher "50 einfache Dinge, die Sie tun können, um die Gesellschaft zu verändern" und "Schluss mit Lobbyismus! 50 einfache Fragen, auf die es nur eine Antwort gibt".

 

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Selmin Çalışkan

"Unser Schwerpunkt bleibt, schwere Menschenrechtsverletzungen weltweit zu bekämpfen."

Selmin Çalışkan (Jahrgang 1967) kam als Kind türkischer Gastarbeiter im nordrhein-westfälischen Düren zur Welt. Schon als Schülerin half sie Migranten, später initiierte sie einen interkulturellen Mädchentreff in Bonn. Çalışkan arbeitete mehrere Jahre für die Frauenorganisation Medica Mondiale, später für die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) in Afghanistan. Sie hat eine erwachsene Tochter. Seit März 2015 ist Selmin Çalışkan Generalsekretärin der deutschen Sektion von Amnesty International. 

 

 

 

 

 

Bernhard Docke

"Guantánamo ist ein Ort des moralischen Niedergangs und der Schande."

 

 

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Rechtsanwalt Bernhard Docke aus Hannover erhielt 2006 die Carl-von-Ossietzky-Medaille für sein Engagement für die Befreiung von Murat Kurnaz aus dem US-Gefangenenlager Guantánamo auf Kuba. 2007 wurde ihm der Werner-Holtfort-Preis für hervorragende Leistung bei der Verteidigung der Bürger- und Menschenrechte sowie der Udo-Lindenberg-Preis in Anerkennung für sein Engagement gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit verliehen. Bernhard Docke ist Mitglied des Menschenrechtsausschusses der Bundesrechtsanwaltskammer. Er arbeitet als Sozius der Kanzlei Hannover und Partner in Bremen. Docke veröffentlicht vorwiegend über Straf- und Strafverfahrensrecht.

 

Wenk-Ansohn, Foto:Privat

 

 

 

 

 

Mechthild Wenk-Ansohn

"Folter zielt auf Erniedrigung und Zerstörung der Persönlichkeit ab."

 

Dr. med. Mechthild Wenk-Ansohn (Jahrgang 1952) ist Fachärztin für Allgemeinmedizin – Psychotherapie, Spezielle Psychotraumatherapie (DeGPT), Supervisorin (DGsV). Seit 1994 arbeitet sie im Behandlungszentrum für Folteropfer in Berlin (bzfo), seit acht Jahren leitet sie die ambulanten Abteilungen. Derzeit ist sie auch zuständig für die Koordination eines speziellen Akutbehandlungsprogramms im bzfo für frisch eingereiste Flüchtlinge. Mitgliedschaften: Arbeitsgruppe Standards für die Begutachtung psychisch reaktiver Traumafolgen in aufenthaltsrechtlichen Verfahren (SBPM), Council-Member im International Rehabilitation Council for Torture Victims (IRCT). Publikationen zu Folterfolgen, frauenspezifischer Gewalt, Begutachtung, Behandlung traumatisierter Flüchtlinge im interkulturellen Setting. Trainings und Supervisionen auch im internationalen Feld.

Aktionstag Stop Folter

Vielen Dank an alle, die bei den Aktionen am 26. 6. dabei waren!

Im Pressebereich gibt es Bilder von der Raddemo und der Podiumsdiskussion. Auch auf Twitter sind einige Momente unserer und viele weiter gestrige Aktionen unter dem Hashtag #stopfolter zu finden. Auf unserem Stream @amnesty_bb gibt es weitere Bilder der Berliner Aktionen vor den Botschaften von Mexiko, Saudi-Arabien, USA, Nigeria und China.

Auch das ZDF hat Aufnahmen unsere Demo in einem Beitrag zum Folterverbot in den USA verwendet.

 

26. Juni: Internationaler Aktionstag zur Unterstützung des Folteropfers

Raddemo: "Im gelben Trikot gegen Folter"

Podiumsdiskussion: "Ziemlich beste Freunde? Deutschland. Wirtschaft. Folterstaaten"

Text auf Französisch | En français und auf Englisch | in english

+++ Achtung! Wegen Baustellen geänderte Demoroute! +++

Download der aktuellen Route als Kartenausschnitt und als GPX-Track.

Nach der Fahrraddemo und der Podiumsdiskussion gehts zur Abendveranstaltung ins ACUD

Für die freundliche Unterstützung möchten wir uns bei Moghul Rikschas bedanken.

Aktionen von Amnesty Berlin-Brandenburg am 26. Juni, dem Internationalen Tag zur Unterstützung des Folteropfers:

Für diese Aktionen gibt es auch ein Facebook-Event, zu dem ihr eure Freunde einladen könnt.

Raddemo "Im gelben Trikot gegen Folter"

16:30 Uhr:Mexikanische Botschaft, (Auftakt) | Klingelhöfer Str. 3 | 10785 Berlin
17:00 Uhr: Botschaft Saudi-Arabiens | Tiergartenstraße 33-34 |  10785 Berlin
17.30 Uhr: Botschaft USA | Behrenstr. 73 | 10117 Berlin
18.00 Uhr: Botschaft Nigeria | Neue Jakobstraße 4 | 10179 Berlin
18.20 Uhr: Botschaft China | Märkisches Ufer 54 | 10179 Berlin
18.45 Uhr: Abschlusskundgebung auf dem Alexanderplatz, Weltzeituhr

Route und Zwischenzeiten als Kartenausschnitt und als GPX-Track für Smartphones

Podiumsdiskussion "Ziemlich beste Freunde? Deutschland. Wirtschaft. Folterstaaten"

Welche Möglichkeiten hätte die Außenpolitik, um ein weltweites Folterverbot zu fördern? Bietet die Zusammenarbeit mit Folterstaaten Chancen für die Menschenrechte? Was kann die Zivilgesellschaft tun, um Folter zurückzudrängen? Über diese und andere Fragen diskutieren Ines Pohl (taz-Chefredakteurin, Moderatorin), AI-Generalsekretärin Selmin Çalışkan und Bernhard Docke (Anwalt von Murat Kurnaz) und Dr. med. Mechthild Wenk-Ansohn vom Behandlungszentrum für Folteropfer Berlin.
Humboldt-Universität, Hauptgebäude, Kinosaal, Unter den Linden 6

Weitere Hintergrundinformationen zum Thema Folter im aktuellen Bezirksrundbrief,  auf der Amnesty-Kampagnen-Website Stop Folter! und Informationen und Spendenmöglichkeit bei Amnesty in Bewegung.

Weiterlesen: Aktionstag Stop Folter

Folter an Raif Badawi verhindern!

+++ Nächste Protestaktion am Donnerstag, den 11. Juni, um 13 Uhr vor der saudi-arabischen Botschaft (Tiergartenstr. 33-34) in Berlin +++

Raif Badawi ist am 9. Januar öffentlich gefoltert worden. Der saudi-arabische Aktivist erhielt auf einem Platz vor der Al-Jafali-Moschee in Jeddah 50 Hiebe. Nachdem die Stockschläge mehrere Wochen ausgesetzt waren, hat das höchste saudi-arabische Gericht das drakonische Urteil gegen Raif Badawi nun bestätigt. Wir befürchten, dass bereits diesen Freitag die grausame und erniedrigende Bestrafung mit weiteren 50 Stockschlägen fortgesetzt wird.Portrait Raif Badawi (Copyright:privat)

Laut Augenzeug_innen führte man ihn nach den Freitags-gebeten in Fußfesseln aus einem Bus auf einen öffentlichen Platz vor der Moschee. Umringt von Zivilpersonen und einigen Sicherheitsbeamt_innen versetzte man ihm 50 aufeinanderfolgende Stockschläge auf den Rücken und die Beinen. Die Tortur dauerte etwa 15 Minuten. Anschließend wurde er mit dem Bus wieder abtransportiert.

Einige Tage später wurde Raif Badawi zu einer ärztlichen Untersuchung in das Gefängniskrankenhaus gebracht. Dort stellte man fest, dass seine Wunden noch nicht ausreichend verheilt waren und er somit nicht in der Verfassung ist, die nächsten 50 Stockhiebe verabreicht zu bekommen. Die Ärzte empfahlen, die Vollstreckung der Strafe zu verschieben.

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Podiumsgespräch: Kampf für Menschenwürde und Gerechtigkeit in Guerrero, Mexiko

Abel Barrera / (c) Christian Ditsch / Amnesty International

Der Amnesty International Bezirk Berlin-Brandenburg lädt am 13. November 2014 zum Podiumsgespräch mit dem Menschenrechtspreisträger Abel Barrera. Es bietet sich die Gelegenheit, Einblicke in die Herausforderungen der Menschenrechtsarbeit in der Region Guerrero und in die neuen Entwicklungen in Mexiko zu gewinnen. Abel Barrera ist Leiter des Menschenrechtszentrums Tlachinollan in Tlapa, Bundesstaat Guerrero, Mexiko. Das Zentrum setzt sich insbesondere für indigene Gemeinden ein, die vielfachen Bedrohungen ausgesetzt sind, von staatlicher Seite als auch durch organisierte Kriminalität.

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Sei dabei: Jugend@Amnesty 2014 in Berlin

Jugend@Amnesty 2014

Ihr seid junge Amnesty-Mitglieder und habt Lust, Mitglieder aus anderen Gruppen kennen zu lernen, Erfahrungen auszutauschen, mehr über die Strukturen des Vereins zu erfahren, euch mit bestimmen Amnesty-Themen auseinanderzusetzen und bei einer großen öffentlichen Amnesty-Aktion dabei zu sein? Dann lasst euch das diesjährige Treffen der Jugend- und Hochschulgruppen nicht entgehen! Vom 14. bis 16. November heißen wir möglichst viele junge Mitglieder in Berlin willkommen, um ein Wochenende miteinander zu verbringen, das sowohl informieren als auch Spaß machen soll.

» Ich will dabei sein!

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