Schreib für Freiheit

Beim Amnesty-Briefmarathon schreiben Hunderttausende Menschen in allen Teilen der Welt innerhalb weniger Tage Millionen Briefe. Sie drücken darin ihre Solidarität mit Menschen aus, deren Rechte verletzt werden, und sie appellieren an Regierungen, die Menschenrechte zu achten. Der Bezirk Berlin-Brandenburg lädt vom 5. bis 13. Dezember in den Aktionsraum für Menschenrechte ein. Komm vorbei und schreib für Freiheit!

Öffnungszeiten: Täglich ab 16 Uhr, am 5.12. ab 14 Uhr und am 12.12. ab 13 Uhr

 

Die Ausstellung Flüchtlinge zeichnen ihr Leben - Bilder aus Berlin-Moabit

Visuelles Erzählen ist ein kraftvoller Weg des Selbstausdrucks und kann gerade denen, die keine Stimme haben, eine geben. Im Juli 2015 starteten Matthias Hamann von der Flüchtlingsunterkunft Berliner Stadtmission und die in Berlin ansässige amerikanische Künstlerin Ali Fitzgerald einen Comic Workshop für Flüchtlinge.
In Ermangelung einer gemeinsamen Sprache verwenden Teilnehmer_innen Zeichnungen als ein Mittel zur Interaktion und um banale wie traumatische Erfahrungen auszutauschen. Die Themen in den Zeichnungen reichten von rollenden Panzern und ähnlichen Schreckensszenen zu ruhigen Seen und schönen Erinnerungen an eine Heimat, die zurück gelassen wurde.

SyriaBeforeAfter web

Mit dieser Ausstellung möchte Amnesty International die Erweiterung dieses Projektes auf viele Fluchtunterkünfte in Berlin unterstützen. Die Initiatoren erhalten hierfür tatkräftige Unterstützung von einem engagierten Team des Berliner Comic-Festivals COMICINVASIONBERLIN.

 

Dein Brief kann Leben retten - Briefmarathon 2015

Moses Akatugba sollte hingerichtet werden. Angeblich hatte er als Jugendlicher Handys gestohlen. Das Todesurteil stützte sich auf seine Aussage unter Folter. Der Briefmarathon 2014 hat ihn aus der Haft in Nigeria befreit.Auch 2015 wollen wir weltweit mehr als drei Millionen Briefe, SMS, Mails, Faxe für Opfer von Menschenrechtsverletzungen schreiben.

Schweigen hilft den Rechtsbrechern. Besuchen Sie unseren Aktionsraum für Menschenrechte! Schreiben Sie für Freiheit!

Setzen Sie sich ein für Opfer in Syrien, Burkina Faso, El Salvador, Mexiko, Myanmar, Malaysia, Usbekistan, Griechenland, Saudi-Arabien, im Iran, Kongo und in den USA.

Mit ihrer Unterschrift. Damit Maria, Fred, Yves, Albert, Phyoe und alle anderen Opfer freikommen. Wie Moses Akatugba.

 

Überblick zum Programm des Aktionsraumes mit Filmen, Diskussionen und Aktionen:

Freitag, 4. 12., 19:00 Uhr
Eröffnung des Aktionsraumes für Menschenrechte und Ausstellungseröffnung

Samstag, 5. 12., 17:00 Uhr:
10 years after the Andijan massacre: human rights in Uzbekistan today.

Sonntag, 6. 12., 19  Uhr
Sei dabei! Amnesty in Berlin und Brandenburg

Montag, 7. 12., 19:30 Uhr
The fading valley – das Leben palästinensischer Bauern im Jordantal und ihr Kampf um ihre Existenz

Dienstag, 8. 12., 16:30 Uhr
48 Meter - Ein Spielfilm über die Flucht aus Nordkorea

Dienstag, 8. 12., 19:30 Uhr
Silenced: Die Folgen und die Bedeutung des Whistleblowings im digitalen Zeitalter.

SCHREIB FÜR FREIHEIT

Briefmarathon 2015:
Filme, Diskussionen, Aktionen + Ausstellung
Flüchtlinge zeichnen ihr Leben. Bilder aus Berlin-Moabit


Aktionsraum für Menschenrechte

WANN?   5.12. bis 13.12.2015

WO?        Neue Schule für Fotografie Berlin
                Brunnenstrasse 188-190 | 10119 Berlin
                Anfahrt: U8/Bus 240: Rosenthaler Platz
                Ausstellungseröffnung: 4.12.2015 um 19:00 Uhr

Mittwoch, 9.12., 19:00 Uhr
"Meister des Todes" - Menschenrechtsverletzungen durch deutsche Rüstungsexporte

Donnerstag, 10.12., 19:00 Uhr
Meinungsfreiheit in Saudi-Arabien - Lesung für Raif Badawi

Freitag, 11.12., 18:30 Uhr
Asylpolitik der Europäischen Union

samstag, 12.12., 19:00 Uhr
Queer Rroma! Zwischen medialer Hetze & weißem Helfersyndrom

Sonntag, 13.12., 19:30 Uhr
„Mädchenbeschneidung, eine burkinische Sichtweise“ von Johanna Richter in Kooperation mit Tasseré Derra

 

Aktionsraum für Menschenrechte

AKTIONSRAUM FÜR MENSCHENRECHTE

mit Briefmarathon 2016:
Filme, Diskussionen, Aktionen und
Foto-Ausstellung
AUS#GRENZEN
  zu rassistisch motivierter Gewalt


WANN?   7.12. bis 17.12.2016

WO?        Neue Schule für Fotografie Berlin
                Brunnenstrasse 188-190 | 10119 Berlin
                Anfahrt: U8 Rosenthaler Platz oder
                Tram M8 Brunnenstr. / Invalidenstr.
                Ausstellungseröffnung: 6.12.2016 um 19:00 Uhr

Weiterlesen: Aktionsraum für Menschenrechte

Abstimmung zur Vorratsdatenspeicherung

Schon am Freitag soll die Vorratsdatenspeicherung beschlossen werden: Künftig soll für die gesamte Bevölkerung Deutschlands zehn Wochen lang gespeichert werden, wer wann mit wem wie lange telefoniert hat, wer wem wann eine SMS schickte, auch die IP-Adressen von Computern.

Vier Wochen sollen außerdem die Standortdaten von Mobiltelefonen aufbewahrt werden, die Auskunft darüber geben, wo sich eine Person zu welchem Zeitpunkt aufgehalten hat. Das ist ein unverhältnismäßiger Eingriff in das Menschenrecht auf Privatsphäre.


Amnesty International protestiert deshalb gemeinsam mit anderen Organisationen (u.a. Campact, Digitalcourage, Digitale Gesellschaft)

am Freitagmorgen, 16.10, ab 8 Uhr vor dem Reichstag

Um den Protest gegen die Vorratsdatenspeicherung in dieser Form wirksam vorbringen zu können, brauchen wir eure Unterstützung!

Ein Banner und Amnesty-Schilder werden vor Ort sein, außerdem könnt ihr natürlich sehr gern eigene Schilder basteln und mitbringen.

Bitte entschuldigt die Kurzfristigkeit des Aufrufs – die Bundesregierung will den Gesetzesentwurf schnell durch den Bundestag peitschen und hat ihn sehr kurzfristig auf die Tagesordnung gesetzt.

Mehr Informationen über die Vorratsdatenspeicherung findet ihr hier auf dem Blog von amnesty.de.

Stop Folter in Saudi-Arabien

Gemeinsame Aktion mit Reporter ohne Grenzen:

Stop Folter in Saudi-Arabien

+++ Protestaktion am Tag der Menschenrechte, Donnerstag, den 10. Dezember, um 17:00 Uhr vor der saudi-arabischen Botschaft (Tiergartenstr. 33-34) in Berlin. Anschließend Lesung und Infoveranstaltung im Aktionsraum +++

Der saudi-arabische Blogger Raif Badawi erhielt am Freitag, den 9. Januar, in aller Öffentlichkeit die ersten 50 von insgesamt 1.000 Stockschlägen. In den darauffolgenden Wochen wurden die Schläge nicht vollstreckt. Nun hat das höchste saudi-arabische Gericht das drakonische Urteil gegen Raif Badawi bestätigt. Wir befürchten, dass diesen Freitag die grausame Bestrafung mit weiteren 50 Stockschlägen fortgesetzt wird.

➤ Zur Online-Aktion von Amnesty: Stop Folter
➤ Zu Informationen von Reporter ohne Grenzen

Amnesty und Reporter ohne Grenzen rufen zur Mahnwache auf!

Raif BadawiUnd dies ist nur ein Teil der gnadenlosen Strafe, zu der Raif Badawi am 7. Mai 2014 wegen der Gründung einer Webseite und „Beleidigung des Islams“ verurteilt wurde. Nach zehn Jahren Haft, einer Geldstrafe von über 226.000 Euro und einem 10-jährigen Reise- und Medienverbot wäre das Leben des 31-Jährigen zerstört. Seine Frau lebt nach einer Flucht mit den drei kleinen Kindern in Kanada. Sie geht dieser Tage in Montreal mit Amnesty Kanada für seine Freilassung auf die Straße.

Wir dürfen diese brutale Bestrafung eines jungen Mannes, der lediglich sein Recht auf Meinungsfreiheit wahrgenommen hat, nicht zulassen! Saudi-Arabien verstößt mit dieser Strafe gegen das völkerrechtliche Verbot von Folter und anderer grausamer, unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung. Weltweit mobilisieren wir in diesen Tagen den Widerstand und fordern Saudi-Arabien auf, die Stockschläge zu beenden und Raif Badawi sofort freizulassen.

Regierungskritiker und friedliche Reformer leben in Saudi-Arabien gefährlich und zahlen oft einen hohen Preis für ihr mutiges Einstehen für Freiheit und Menschenrechte. Seit Jahren erstickt die Regierung jegliche Kritik Andersdenkender.

Waleed Abu al KhairSo bestätigte im Februar 2015 ein Berufungsgericht das Urteil gegen den Anwalt Waleed Abu al-Khair, Raif Badawis Rechtsbeistand und Schwager. Er muss für 15 Jahre ins Gefängnis, weil er im Jahr 2008 die Menschenrechtsorganisation "Monitor of Human Rights in Saudi Arabia" gründete, um Menschenrechtsverletzungen zu dokumentierten. Zudem verteidigte er zahlreiche Aktivistinnen und Aktivisten vor Gericht und kritisierte in sozialen Medien und Interviews die saudischen Behörden. Wie viele andere Gefangene ist auch Waleed Abu al-Khair in der Haft gefoltert und misshandelt worden.

Schon seit Monaten fordern wir die Freilassung von Raif Badawi. Regelmäßig protestieren wir vor der saudi-arabischen Botschaft. Jetzt geht es weiter, also kommt am Donnerstag, den 10. Dezember um 18:00 Uhr vorbei und fordert mit uns ein Ende der grausamen Bestrafung von Raif und die Freilassung aller friedlichen Aktivistinnen und Aktivisten wie Raif und Waleed!

Die Regierung von Saudi-Arabien ist auf ihr öffentliches Image bedacht. Wenn wir alle gemeinsam protestieren, können wir sie hoffentlich zum Umdenken bewegen.

Kommt vorbei und unterstützt die Aktion!

Logo2012 Reporter ohne Grenzen farbig

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English summary

We will hold a protest outside the Saudi Arabian Embassy in Berlin in protest of the flogging of Saudi Arabian activist Raif Badawi. The Supreme Court in Saudi Arabia decided to uphold the sentence of the blogger Raif Badawi. Now that his sentence is final and cannot be revoked, his public flogging might start as soon as Friday.

+++ Next protest on Thursday, 10th of december at 6:00 pm in front of the embassy of the Kingdom of Saudi Arabia (Tiergartenstr. 33-34) in Berlin +++

Action Stop Torture

International Day in Support of Victims of Torture

Cycling rally "In yellow jerseys against torture"

Panel Discussion: "Germany, Economics and Torture"

In the oil-producing country of Nigeria, 16-year-old Moses Akatugba was arrested on his way home from school for the alleged theft of mobile phones. He was thrown into prison, tortured into making a confession, and sentenced to death.

In Saudi Arabia, one of Germany's key business partners, the internet activist Raif Badawi called for freedom of expression. He was sentenced to 10 years in prison and 1,000 lashes. He has already been flogged 50 times.

Torture is committed in 131 countries worldwide. For decades, Amnesty has been exposing governments that torture. It is a clear, brutal and unjustifiable violation of human rights.

In Germany and other western countries, torture is banned. But in the face of Islamist terrorism, voices are repeatedly being raised in favor of torture in so-called "ticking time bomb scenarios". Yet the recent report of the US senate on the CIA interrogation program since 9/11 has confirmed that torture is not only a crime but also useless. Since the 1984 Convention Against Torture, it has been prohibited by international law.

Prohibition is one thing; reality is another: To abolish torture, we need to take to the streets. To denounce countries committing torture. To call on our politicians to advocate for human rights.

In 2015, the fight against torture is one of Amnesty International's major action priorities. All over the world, people are protesting—with rallies, petitions, letters of protest, campaign booths, vigils, flash mobs, events, leaflets, press releases, and more.

logo Raddemo kleinThe 26th June is the International Day in Support of Victims of Torture. And we are taking to the streets. "In yellow jerseys against torture", we will be cycling through the center of Berlin to protest in front of the embassies of countries that engage in torture: Mexico, Saudi Arabia, the United States, Nigeria and China. In the evening, renowned experts will be discussing how to combat torture around the world. How should our politicians act when visiting countries that practice or tolerate torture? What can we do to end this ongoing scandal?

Moses Akatugba will not be executed. Despite his death sentence and the "confession" extracted from him under torture. After hundreds of thousands of people worldwide demanded his release, the governor of the Nigerian federal state Delta State, Emmanuel Uduaghan, stated: "I have granted pardon to Mr. Moses Akatugba. (...) His case has been trending on the social media and Amnesty International has also intervened."

Amnesty will continue to intervene. On behalf of Raif Badawi and all other victims of torture around the world. On 26th June in Berlin. Will you be there?

Events organized by Amnesty Berlin-Brandenburg to mark the International Day in Support of Victims of Torture on 26th June:

Join the Facebook-Event and invite your friends.

Cycling rally: "In yellow jerseys against torture"

16:30 Starting rally at the Embassy of Mexico | Klingelhöfer Str. 3 | 10785 Berlin
17:00 Embassy of Saudi Arabia | Tiergartenstraße 33-34 | 10785 Berlin
17:30 Embassy of the United States of America | Behrensstr. 73 | 10117 Berlin
18:00 Embassy of Nigeria | Neue Jakobstraße 4 | 10179 Berlin
18:20 Embassy of China | Märkisches Ufer 54 | 10179 Berlin
18:45 Finishing rally at Alexanderplatz, Weltzeituhr

The route and the GPX-Track are available for download.

Panel discussion "Germany, Economics and Torture"

How can foreign policy help to promote a worldwide ban on torture? Do business relations with countries committing torture offer opportunities to promote human rights? What can society do to combat torture? These and other questions will be discussed by Ines Pohl (Editor-in-Chief of the tageszeitung), Selmin Çalışkan (Secretary General of Amnesty International Germany), Bernhard Docke (human rights lawyer and attorney for Murat Kurnaz) and Mechthild Wenk-Ansohn (Berlin Treatment Center for Victims of Torture)
Location: Humboldt-Universität zu Berlin, Main building, Kinosaal, Unter den Linden 6

For further information on torture, see the Amnesty International Stop Torture Campaign website. Please donate via Amnesty in Bewegung.

 

 

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