Urgent Action - Lage für 80.000 Geflüchtete immer aussichtsloser

Seit Jordanien am 21. Juni die Grenze zu Syrien abgeriegelt hat, sitzen etwa 80.000 Geflüchtete in dem Wüstengebiet an der syrisch-jordanischen Grenze – dem sogenannten „Berm“ – fest. Dort sind sie Sandstürmen und sengender Hitze ausgesetzt. Die Versorgung mit grundlegenden und lebens-notwendigen Hilfsleistungen ist nach wie vor nicht gewährleistet.

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Erfolg mit der Menschenkette "Hand in Hand gegen Rassismus"

Am Sonntag, den 19.6. haben in Berlin und 4 weiteren Städten in Deutschland insgesamt 40.000 Menschen für mehr Toleranz demonstriert. Vielen Dank an alle, die die Berliner Menschenkette und damit auch die Bezirksaktion von amnesty international unterstützt haben.

menschenkette2016Zusammen mit einem umfangreichen Bündnis zivilgesellschaftlicher Organisationen haben wir eine Menschenkette von einer Geflüchtetenunterkunft in der Kreuzberger Zeughofstr. über 9 km quer durch die Stadt bis zum Roten Rathaus gebildet, während auf der Bühne am Oranienplatz zahlreiche Redebeiträge für eine menschenwürdige Behandlung und gegen die Ausgrenzung von Geflüchteten gehalten wurden.

Bilder der Menschenketten sind auf Flickr zu finden, über die Berliner Aktion hat sowohl der rbb in der Abendschau als auch die Tagesschau berichtet. Ein schönes Youtube-Video zeigt die "Schritte" einer Teilnehmerin. Weitere Pressestimmen gibt es auf der Homepage des Aktionsbündnisses.

Nochmals vielen Dank an alle die dabei waren!

Hand in Hand gegen Rassismus

Menschenkette in Berlin, Oranienplatz, 19. Juni ab 14:00 Uhr

ENDLICH ist es wieder soweit! Die diesjährige Bezirksaktion unseres Amnesty International Bezirks Berlin-Brandenburg steht an. Nach wunderbaren Aktionen unter Mitwirkung zahlreicher Gruppen im vergangenen Jahr werden wir nun zusammen mit den Bündnispartnern von "Hand in Hand gegen Rassismus" für Vielfalt und Menschenrechte demonstrieren.

Menschenkette Juni logoWir unterstützen das deutschlandweite Aktionsbündnis (u.a. Oxfam, Campact und Pro Asyl) bei seinem Menschenketten-Aufruf. Gemeinsam mit euch wollen wir quer durch Berlin gegen Rassismus protestieren und eintreten für MENSCHENRECHTE und VIELFALT.

Los geht es um 14 Uhr am Oranienplatz in Kreuzberg: Wir sammeln uns, um dann gegen 15 Uhr die Menschenkette in zwei Richtungen „auszurollen“. Die Menschenkette wird sich bis zum Roten Rathaus etwa sieben Kilometer durch die Stadt schlängeln. Je mehr wir sind, desto besser. Packt also alle an der Hand, die euch nahe stehen (oder danach stehen sollen) und bringt alle mit, die ihr kennt um eine deutliches Zeichen gegen Rassismus und für ein respektvolles Miteinander zu setzen.

Mehr Infos zu den deutschlandweiten Menschenketten findet ihr auf der Homepage des Aktionsbündnisses.

Lasst uns gemeinsam ein Zeichen gegen Rassismus und für Menschenrechte und Vielfalt setzen!

Wir freuen uns auf euch!

FLÜCHTLINGEN EINE STIMME GEBEN

Der Bezirk Berlin-Brandenburg organisierte während des Briefmarathons vom 5. bis 13. Dezember 2015 einen »Aktionsraum für Menschenrechte« in der Schule für neue Fotografie in Berlin-Mitte. Mehr als 300 Besucher und Besucherinnen hatten die Möglichkeit, sich mit mehr als 1.200 unterschriebenen Briefen am Briefmarathon zu beteiligen.

Neben Veranstaltungen von elf lokalen Gruppen des Bezirks, konnten die BesucherInnen die Ausstellung »Flüchtlinge malen ihr Leben. Bilder aus Berlin-Moabit« sehen und sich für eine humane Flüchtlingspolitik in Deutschland und Europa einsetzen. Im Juni2015 hatte die Künstlerin Ali Fitzgerald mit Comic-Workshops für Flüchtlinge in einer Flüchtlingsunterkunft der Berliner Stadtmission in Berlin-Moabit begonnen.

Durch ihre Workshops bot sie den Flüchtlingen über Sprachbarrieren hinweg die Möglichkeit, sich über banale, aber auch traumatische Erfahrungen auszutauschen. Dadurch können die Flüchtlinge nicht nur die traumatischen Erlebnisse verarbeiten, sondern sich auch mit anderen Bewohnern und Bewohnerinnen in den Flüchtlingsunterkünften verständigen. Eine Situation, die aufgrund unterschiedlicher sprachlicher und kultureller Hintergründe nicht immer möglich ist und unter Umständen zu Spannungen in den Unterkünften führen kann.

Durch die Ausstellung von Werken aus diesen Workshops konnte der Bezirk Berlin-Brandenburg ein lokales Projekt von engagierten Privatpersonen unterstützen. Mittlerweile zeigen viele Berliner Unterkünfte großes Interesse an den Zeichenkursen und weitere Kooperationen mit den InitiatorInnen, z. B. in Form eines Antrags bei der Stiftung Menschenrechte, sind in Planung.

Der Bezirk Berlin-Brandenburg zeigt mit seiner Unterstützung dieses Projekts, dass Amnesty auch eine lokale Größe sein kann, um die Situation von Menschen ganz praktisch zu verbessern. Das Programm des Aktionsraums mit Filmen, Diskussionen und Aktionen hätte vielfältiger nicht sein können! So wurde z. B. über das Andijan-Massaker in Usbekistan, »verschwundene« Dörfer in Palästina, Menschenrechte im digitalen Zeitalter oder die Doppeldiskriminierung von queeren Roma informiert.

Insgesamt spiegelte der Aktionsraum mit seinen Veranstaltungen ein interessantes und vielfältiges Programm von Amnesty International wider und zeigte der Öffentlichkeit, in welch unterschiedlicher Weise Menschen bei Amnesty für Menschenrechte aktiv sind. Die Organisation des Aktionsraums war natürlich nicht ohne Hürden und logistische Probleme. Aber durch das Engagement vieler Einzelner (ob Ehrenamt oder Hauptamt) konnte Amnesty der Öffentlichkeit ein modernes, engagiertes und vielfältiges Gesicht zeigen.

Sebastian Rose für den Bezirk Berlin-Brandenburg

Ein Jahr nach der ersten Prügelstrafe an Raif Badawi: Amnesty-Protestaktion für Meinungsfreiheit

Saudi-Arabien: Noch immer befinden sich der Blogger Raif Badawi und sein Rechtsanwalt Waleed Abu al-Khair in Haft. Amnesty International protestiert vor der saudi-arabischen Botschaft in Berlin

Wann: Freitag, 08. Januar 2016 13:00 Uhr

Wo:     Vor der Botschaft des Königreichs Saudi-Arabien, Tiergartenstraße 33-34, 10785 Berlin

Was:   Amnesty-Protestaktion mit Bannern und Schildern für die Freilassung des Bloggers Raif Badawi und seines Anwalts Waleed Abu al-Khair sowie aller inhaftierten Menschenrechtsaktivisten. Ruth Jüttner, Expertin für Saudi-Arabien bei Amnesty International in Deutschland, übergibt mit Amnesty-Aktivisten und u.a. Reporter ohne Grenzen vor der saudi-arabischen Botschaft über 200.000 Unterschriften u.a. auf Briefen und Petitionen, mit denen sich in Deutschland Menschen für Badawi und Abu al-Khair eingesetzt haben.

Raif BadawiEin Jahr nach der ersten vollzogenen Körperstrafe gegen Raif Badawi protestiert Amnesty erneut für die bedingungslose Freilassung des saudi-arabischen Bloggers. Am 9. Januar 2015 wurde Raif Badawi erstmals öffentlich geschlagen. Der Blogger erhielt auf dem Platz vor der al-Dschafali-Moschee in Dschidda die ersten 50 Stockhiebe. Die Prügelstrafe ist seitdem ausgesetzt, kann aber jederzeit wieder fortgesetzt werden. Im Mai 2014 war Badawi von einem Strafgericht in Dschidda zu insgesamt zehn Jahren Haft, 1.000 Stockhieben und einem Reise- und Medienverbot nach etwaiger Freilassung verurteilt worden. Der Grund: Er hatte die Webseite „Saudi-Arabische Liberale“ gegründet, eine Plattform zum öffentlichen Meinungsaustausch. Laut Anklage soll er Beiträge veröffentlicht haben, die „den Islam beleidigten“. Seine Frau, die Aktivistin Ensaf Haidar, floh mit den gemeinsamen drei Kindern nach Kanada.
Die saudi-arabische Regierung schränkt die Rechte auf freie Meinungsäußerung massiv ein. Menschenrechtsverteidiger und Regierungskritiker werden systematisch festgenommen und zu langen Haftstrafen verurteilt. So auch Waleed Abu al-Khair, Badawis Schwager und Anwalt.

waleedabualkhair Bereits in der Vergangenheit war Abu al-Khair wegen seiner Arbeit als Menschenrechtsaktivist von den saudi-arabischen Behörden immer wieder überwacht und verhört worden. Saudi-arabische Sicherheitskräfte verhafteten ihn Mitte April 2014 direkt im Gerichtssaal. Der Anwalt wurde allein wegen seines Eintretens für die Menschenrechte im Juli 2014 zu 15 Jahren Haft verurteilt.

Amnesty betrachtet Raif Badawi und Waleed Abu al-Khair als gewaltlose politische Gefangene, die lediglich ihr Recht auf freie Meinungsäußerung wahrgenommen haben. Amnesty fordert Saudi-Arabien auf, die beiden Männer sowie alle weiteren inhaftierten Menschenrechtsverteidiger sofort und bedingungslos freizulassen. Amnesty hat sich im Rahmen des diesjährigen Briefmarathons für Waleed Abu al-Khair eingesetzt, Badawi war Teil des Amnesty-Briefmarathons 2014. Bei der Aktion am 8. Januar übergibt Amnesty über 200.000 allein in Deutschland gesammelte Unterschriften für Badawi und Abu al-Khair an die saudi-arabische Botschaft.
Für weitere Informationen und Interviewanfragen wenden Sie sich bitte an die Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! .

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