Erfolg mit der Menschenkette "Hand in Hand gegen Rassismus"

Am Sonntag, den 19.6. haben in Berlin und 4 weiteren Städten in Deutschland insgesamt 40.000 Menschen für mehr Toleranz demonstriert. Vielen Dank an alle, die die Berliner Menschenkette und damit auch die Bezirksaktion von amnesty international unterstützt haben.

menschenkette2016Zusammen mit einem umfangreichen Bündnis zivilgesellschaftlicher Organisationen haben wir eine Menschenkette von einer Geflüchtetenunterkunft in der Kreuzberger Zeughofstr. über 9 km quer durch die Stadt bis zum Roten Rathaus gebildet, während auf der Bühne am Oranienplatz zahlreiche Redebeiträge für eine menschenwürdige Behandlung und gegen die Ausgrenzung von Geflüchteten gehalten wurden.

Bilder der Menschenketten sind auf Flickr zu finden, über die Berliner Aktion hat sowohl der rbb in der Abendschau als auch die Tagesschau berichtet. Ein schönes Youtube-Video zeigt die "Schritte" einer Teilnehmerin. Weitere Pressestimmen gibt es auf der Homepage des Aktionsbündnisses.

Nochmals vielen Dank an alle die dabei waren!

Hand in Hand gegen Rassismus

Menschenkette in Berlin, Oranienplatz, 19. Juni ab 14:00 Uhr

ENDLICH ist es wieder soweit! Die diesjährige Bezirksaktion unseres Amnesty International Bezirks Berlin-Brandenburg steht an. Nach wunderbaren Aktionen unter Mitwirkung zahlreicher Gruppen im vergangenen Jahr werden wir nun zusammen mit den Bündnispartnern von "Hand in Hand gegen Rassismus" für Vielfalt und Menschenrechte demonstrieren.

Menschenkette Juni logoWir unterstützen das deutschlandweite Aktionsbündnis (u.a. Oxfam, Campact und Pro Asyl) bei seinem Menschenketten-Aufruf. Gemeinsam mit euch wollen wir quer durch Berlin gegen Rassismus protestieren und eintreten für MENSCHENRECHTE und VIELFALT.

Los geht es um 14 Uhr am Oranienplatz in Kreuzberg: Wir sammeln uns, um dann gegen 15 Uhr die Menschenkette in zwei Richtungen „auszurollen“. Die Menschenkette wird sich bis zum Roten Rathaus etwa sieben Kilometer durch die Stadt schlängeln. Je mehr wir sind, desto besser. Packt also alle an der Hand, die euch nahe stehen (oder danach stehen sollen) und bringt alle mit, die ihr kennt um eine deutliches Zeichen gegen Rassismus und für ein respektvolles Miteinander zu setzen.

Mehr Infos zu den deutschlandweiten Menschenketten findet ihr auf der Homepage des Aktionsbündnisses.

Lasst uns gemeinsam ein Zeichen gegen Rassismus und für Menschenrechte und Vielfalt setzen!

Wir freuen uns auf euch!

FLÜCHTLINGEN EINE STIMME GEBEN

Der Bezirk Berlin-Brandenburg organisierte während des Briefmarathons vom 5. bis 13. Dezember 2015 einen »Aktionsraum für Menschenrechte« in der Schule für neue Fotografie in Berlin-Mitte. Mehr als 300 Besucher und Besucherinnen hatten die Möglichkeit, sich mit mehr als 1.200 unterschriebenen Briefen am Briefmarathon zu beteiligen.

Neben Veranstaltungen von elf lokalen Gruppen des Bezirks, konnten die BesucherInnen die Ausstellung »Flüchtlinge malen ihr Leben. Bilder aus Berlin-Moabit« sehen und sich für eine humane Flüchtlingspolitik in Deutschland und Europa einsetzen. Im Juni2015 hatte die Künstlerin Ali Fitzgerald mit Comic-Workshops für Flüchtlinge in einer Flüchtlingsunterkunft der Berliner Stadtmission in Berlin-Moabit begonnen.

Durch ihre Workshops bot sie den Flüchtlingen über Sprachbarrieren hinweg die Möglichkeit, sich über banale, aber auch traumatische Erfahrungen auszutauschen. Dadurch können die Flüchtlinge nicht nur die traumatischen Erlebnisse verarbeiten, sondern sich auch mit anderen Bewohnern und Bewohnerinnen in den Flüchtlingsunterkünften verständigen. Eine Situation, die aufgrund unterschiedlicher sprachlicher und kultureller Hintergründe nicht immer möglich ist und unter Umständen zu Spannungen in den Unterkünften führen kann.

Durch die Ausstellung von Werken aus diesen Workshops konnte der Bezirk Berlin-Brandenburg ein lokales Projekt von engagierten Privatpersonen unterstützen. Mittlerweile zeigen viele Berliner Unterkünfte großes Interesse an den Zeichenkursen und weitere Kooperationen mit den InitiatorInnen, z. B. in Form eines Antrags bei der Stiftung Menschenrechte, sind in Planung.

Der Bezirk Berlin-Brandenburg zeigt mit seiner Unterstützung dieses Projekts, dass Amnesty auch eine lokale Größe sein kann, um die Situation von Menschen ganz praktisch zu verbessern. Das Programm des Aktionsraums mit Filmen, Diskussionen und Aktionen hätte vielfältiger nicht sein können! So wurde z. B. über das Andijan-Massaker in Usbekistan, »verschwundene« Dörfer in Palästina, Menschenrechte im digitalen Zeitalter oder die Doppeldiskriminierung von queeren Roma informiert.

Insgesamt spiegelte der Aktionsraum mit seinen Veranstaltungen ein interessantes und vielfältiges Programm von Amnesty International wider und zeigte der Öffentlichkeit, in welch unterschiedlicher Weise Menschen bei Amnesty für Menschenrechte aktiv sind. Die Organisation des Aktionsraums war natürlich nicht ohne Hürden und logistische Probleme. Aber durch das Engagement vieler Einzelner (ob Ehrenamt oder Hauptamt) konnte Amnesty der Öffentlichkeit ein modernes, engagiertes und vielfältiges Gesicht zeigen.

Sebastian Rose für den Bezirk Berlin-Brandenburg

Ein Jahr nach der ersten Prügelstrafe an Raif Badawi: Amnesty-Protestaktion für Meinungsfreiheit

Saudi-Arabien: Noch immer befinden sich der Blogger Raif Badawi und sein Rechtsanwalt Waleed Abu al-Khair in Haft. Amnesty International protestiert vor der saudi-arabischen Botschaft in Berlin

Wann: Freitag, 08. Januar 2016 13:00 Uhr

Wo:     Vor der Botschaft des Königreichs Saudi-Arabien, Tiergartenstraße 33-34, 10785 Berlin

Was:   Amnesty-Protestaktion mit Bannern und Schildern für die Freilassung des Bloggers Raif Badawi und seines Anwalts Waleed Abu al-Khair sowie aller inhaftierten Menschenrechtsaktivisten. Ruth Jüttner, Expertin für Saudi-Arabien bei Amnesty International in Deutschland, übergibt mit Amnesty-Aktivisten und u.a. Reporter ohne Grenzen vor der saudi-arabischen Botschaft über 200.000 Unterschriften u.a. auf Briefen und Petitionen, mit denen sich in Deutschland Menschen für Badawi und Abu al-Khair eingesetzt haben.

Raif BadawiEin Jahr nach der ersten vollzogenen Körperstrafe gegen Raif Badawi protestiert Amnesty erneut für die bedingungslose Freilassung des saudi-arabischen Bloggers. Am 9. Januar 2015 wurde Raif Badawi erstmals öffentlich geschlagen. Der Blogger erhielt auf dem Platz vor der al-Dschafali-Moschee in Dschidda die ersten 50 Stockhiebe. Die Prügelstrafe ist seitdem ausgesetzt, kann aber jederzeit wieder fortgesetzt werden. Im Mai 2014 war Badawi von einem Strafgericht in Dschidda zu insgesamt zehn Jahren Haft, 1.000 Stockhieben und einem Reise- und Medienverbot nach etwaiger Freilassung verurteilt worden. Der Grund: Er hatte die Webseite „Saudi-Arabische Liberale“ gegründet, eine Plattform zum öffentlichen Meinungsaustausch. Laut Anklage soll er Beiträge veröffentlicht haben, die „den Islam beleidigten“. Seine Frau, die Aktivistin Ensaf Haidar, floh mit den gemeinsamen drei Kindern nach Kanada.
Die saudi-arabische Regierung schränkt die Rechte auf freie Meinungsäußerung massiv ein. Menschenrechtsverteidiger und Regierungskritiker werden systematisch festgenommen und zu langen Haftstrafen verurteilt. So auch Waleed Abu al-Khair, Badawis Schwager und Anwalt.

waleedabualkhair Bereits in der Vergangenheit war Abu al-Khair wegen seiner Arbeit als Menschenrechtsaktivist von den saudi-arabischen Behörden immer wieder überwacht und verhört worden. Saudi-arabische Sicherheitskräfte verhafteten ihn Mitte April 2014 direkt im Gerichtssaal. Der Anwalt wurde allein wegen seines Eintretens für die Menschenrechte im Juli 2014 zu 15 Jahren Haft verurteilt.

Amnesty betrachtet Raif Badawi und Waleed Abu al-Khair als gewaltlose politische Gefangene, die lediglich ihr Recht auf freie Meinungsäußerung wahrgenommen haben. Amnesty fordert Saudi-Arabien auf, die beiden Männer sowie alle weiteren inhaftierten Menschenrechtsverteidiger sofort und bedingungslos freizulassen. Amnesty hat sich im Rahmen des diesjährigen Briefmarathons für Waleed Abu al-Khair eingesetzt, Badawi war Teil des Amnesty-Briefmarathons 2014. Bei der Aktion am 8. Januar übergibt Amnesty über 200.000 allein in Deutschland gesammelte Unterschriften für Badawi und Abu al-Khair an die saudi-arabische Botschaft.
Für weitere Informationen und Interviewanfragen wenden Sie sich bitte an die Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! .

Schreib für Freiheit

Beim Amnesty-Briefmarathon schreiben Hunderttausende Menschen in allen Teilen der Welt innerhalb weniger Tage Millionen Briefe. Sie drücken darin ihre Solidarität mit Menschen aus, deren Rechte verletzt werden, und sie appellieren an Regierungen, die Menschenrechte zu achten. Der Bezirk Berlin-Brandenburg lädt vom 5. bis 13. Dezember in den Aktionsraum für Menschenrechte ein. Komm vorbei und schreib für Freiheit!

Öffnungszeiten: Täglich ab 16 Uhr, am 5.12. ab 14 Uhr und am 12.12. ab 13 Uhr

 

Die Ausstellung Flüchtlinge zeichnen ihr Leben - Bilder aus Berlin-Moabit

Visuelles Erzählen ist ein kraftvoller Weg des Selbstausdrucks und kann gerade denen, die keine Stimme haben, eine geben. Im Juli 2015 starteten Matthias Hamann von der Flüchtlingsunterkunft Berliner Stadtmission und die in Berlin ansässige amerikanische Künstlerin Ali Fitzgerald einen Comic Workshop für Flüchtlinge.
In Ermangelung einer gemeinsamen Sprache verwenden Teilnehmer_innen Zeichnungen als ein Mittel zur Interaktion und um banale wie traumatische Erfahrungen auszutauschen. Die Themen in den Zeichnungen reichten von rollenden Panzern und ähnlichen Schreckensszenen zu ruhigen Seen und schönen Erinnerungen an eine Heimat, die zurück gelassen wurde.

SyriaBeforeAfter web

Mit dieser Ausstellung möchte Amnesty International die Erweiterung dieses Projektes auf viele Fluchtunterkünfte in Berlin unterstützen. Die Initiatoren erhalten hierfür tatkräftige Unterstützung von einem engagierten Team des Berliner Comic-Festivals COMICINVASIONBERLIN.

 

Dein Brief kann Leben retten - Briefmarathon 2015

Moses Akatugba sollte hingerichtet werden. Angeblich hatte er als Jugendlicher Handys gestohlen. Das Todesurteil stützte sich auf seine Aussage unter Folter. Der Briefmarathon 2014 hat ihn aus der Haft in Nigeria befreit.Auch 2015 wollen wir weltweit mehr als drei Millionen Briefe, SMS, Mails, Faxe für Opfer von Menschenrechtsverletzungen schreiben.

Schweigen hilft den Rechtsbrechern. Besuchen Sie unseren Aktionsraum für Menschenrechte! Schreiben Sie für Freiheit!

Setzen Sie sich ein für Opfer in Syrien, Burkina Faso, El Salvador, Mexiko, Myanmar, Malaysia, Usbekistan, Griechenland, Saudi-Arabien, im Iran, Kongo und in den USA.

Mit ihrer Unterschrift. Damit Maria, Fred, Yves, Albert, Phyoe und alle anderen Opfer freikommen. Wie Moses Akatugba.

 

Überblick zum Programm des Aktionsraumes mit Filmen, Diskussionen und Aktionen:

Freitag, 4. 12., 19:00 Uhr
Eröffnung des Aktionsraumes für Menschenrechte und Ausstellungseröffnung

Samstag, 5. 12., 17:00 Uhr:
10 years after the Andijan massacre: human rights in Uzbekistan today.

Sonntag, 6. 12., 19  Uhr
Sei dabei! Amnesty in Berlin und Brandenburg

Montag, 7. 12., 19:30 Uhr
The fading valley – das Leben palästinensischer Bauern im Jordantal und ihr Kampf um ihre Existenz

Dienstag, 8. 12., 16:30 Uhr
48 Meter - Ein Spielfilm über die Flucht aus Nordkorea

Dienstag, 8. 12., 19:30 Uhr
Silenced: Die Folgen und die Bedeutung des Whistleblowings im digitalen Zeitalter.

SCHREIB FÜR FREIHEIT

Briefmarathon 2015:
Filme, Diskussionen, Aktionen + Ausstellung
Flüchtlinge zeichnen ihr Leben. Bilder aus Berlin-Moabit


Aktionsraum für Menschenrechte

WANN?   5.12. bis 13.12.2015

WO?        Neue Schule für Fotografie Berlin
                Brunnenstrasse 188-190 | 10119 Berlin
                Anfahrt: U8/Bus 240: Rosenthaler Platz
                Ausstellungseröffnung: 4.12.2015 um 19:00 Uhr

Mittwoch, 9.12., 19:00 Uhr
"Meister des Todes" - Menschenrechtsverletzungen durch deutsche Rüstungsexporte

Donnerstag, 10.12., 19:00 Uhr
Meinungsfreiheit in Saudi-Arabien - Lesung für Raif Badawi

Freitag, 11.12., 18:30 Uhr
Asylpolitik der Europäischen Union

samstag, 12.12., 19:00 Uhr
Queer Rroma! Zwischen medialer Hetze & weißem Helfersyndrom

Sonntag, 13.12., 19:30 Uhr
„Mädchenbeschneidung, eine burkinische Sichtweise“ von Johanna Richter in Kooperation mit Tasseré Derra

 

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